An der praktischen Führerprüfung stellt der Verkehrsexperte oder die Verkehrsexpertin fest, ob du fähig bist, ein Motorfahrzeug unter Einhaltung der Verkehrsregeln – auch in schwierigen Situationen – vorausschauend und rücksichtsvoll zu führen. Hier erfährst du, worauf es dabei wirklich ankommt.
Die Bewertung basiert in der Schweiz auf der asa-Richtlinie Nr. 7 „Abnahme von Führerprüfungen“, nach der alle kantonalen Verkehrsexpert:innen einheitlich prüfen. Im Kern geht es um sechs Bereiche:
Verkehrsbeobachtung
Schulterblick, Spiegelkontrolle und rechtzeitiges Erfassen der Verkehrssituation.
Vorausschauendes Fahren
Situationen frühzeitig erkennen und angemessen reagieren, statt nur zu reagieren.
Fahrzeugbeherrschung
Sicheres Lenken, Schalten bzw. Bedienen, Manöver wie Parkieren und Rückwärtsfahren.
Regelkonformität
Einhaltung von Verkehrsregeln, Signalisation und Geschwindigkeitsvorgaben.
Umgang mit Assistenzsystemen
Seit 1. Juli 2025 prüfungsrelevant: Kenntnis und richtige Anwendung der Fahrerassistenzsysteme (FAS) im Prüfungsfahrzeug – unwissende oder falsche Reaktion darauf wird als Fehler gewertet.
Umweltschonendes Fahren
Angepasste Drehzahl, frühzeitiges Schalten, vorausschauendes Bremsen.
Nicht jeder Fehler wiegt gleich schwer. Die Verkehrsexpert:innen unterscheiden grob zwischen drei Kategorien – und am Ende zählt die Gesamtbeurteilung deiner Fahrt, nicht ein einzelner Ausrutscher.
Vereinzelte Unsicherheiten, zum Beispiel eine vereinzelt nicht ganz angepasste Geschwindigkeit, kleine Unsicherheiten beim Vortritt oder beim Einspuren. Solche Einzelfehler sind normal und fliessen nur in die Gesamtbeurteilung ein.
Zum Beispiel eine teilweise ungenügende Bremsbereitschaft, ein an der Stoppstrasse nicht vollständig durchgeführter Halt (Rollstopp) oder eine Vortrittsverletzung mit Behinderung anderer.
Missachtungen und Gefährdungen wie eine Vortrittsverletzung mit Gefährdung, eine massiv überschrittene Höchstgeschwindigkeit oder eine ungenügende Bremsbereitschaft. Solche Fehler können bereits bei einmaligem Auftreten zum Nichtbestehen führen.
Wichtig zu wissen: Ein einzelner leichter Fehler bedeutet nicht automatisch „nicht bestanden“. Die Prüfung wird als Ganzes beurteilt – erwartet wird keine perfekte, sondern eine sichere und verantwortungsbewusste Fahrt.
Massgebend ist die asa-Richtlinie Nr. 7, die seit dem 1. Januar 2025 in der aktuellen Fassung in Kraft ist und seit dem 1. Juli 2025 auch die Bewertung von Fahrerassistenzsystemen (FAS) und automatisiertem Fahren (AF) umfasst.
Quelle: asa – Vereinigung der Strassenverkehrsämter, Richtlinien Nr. 7 „Abnahme von Führerprüfungen“ (asa.ch)
asa-Richtlinie Nr. 7 direkt bei der asa einsehen →In meinen Fahrstunden üben wir gezielt genau die Bereiche, die an der Prüfung bewertet werden – inklusive Simulation der typischen Prüfungsroute und Umgang mit den Assistenzsystemen im Prüfungsfahrzeug. So gehst du mit einem realistischen, ruhigen Bild in die Prüfung, statt überrascht zu werden.
Bereit, dich gezielt vorzubereiten?
Lass uns gemeinsam an genau den Punkten arbeiten, die zählen.
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